30 Jahre Leica Entfernungsmesser – vom Pionier zum Marktführer

Als im Jahr 1907 die Optischen Werke Ernst Leitz in Wetzlar das erste eigene Fernglas auf den Markt brachten, dachte in der bisher auf Mikroskope spezialisierten Firma wohl noch keiner daran, dass es einmal Spezialferngläser mit elektronischem Innenleben geben könnte. Ernst Leitz II war nicht nur Fotograf, sondern vor allem leidenschaftlicher Jäger. So folgten nach dem ersten Binocle 6×18 schnell weitere völlig neue Entwicklungen. 1956 erschien das Weitwinkelfernglas Amplivid mit 212 Metern Sehfeld auf 1000 Meter – heute ein beliebtes Sammlerstück. Zwei Jahre später ging das erste Trinovid in Serie. Diese Ferngläser hatten eine schlanke Bauart, verfügten über eine Innenfokussierung und waren wasserdicht.

Die Fernglassparte setzte immer wieder Meilensteine. Nach der Entwicklung vieler Jagdgläser war der Einsatz eines auf einem gewichtsreduzierten Trinovid basierenden Monokulars bei der Mondlandung von Apollo 11 im Jahr 1969 Ehre und Bestätigung für Leitz zugleich. Nach drei Generationen Trinovid Gläsern wurde 2003 die Ultravid Serie entwickelt. Für die High-Definition (HD)-Gläser wird Glas verwendet, das besonders aufwendig zu bearbeiten ist. Farbfehler werden minimiert, und das Bild wird dadurch noch farbtreuer und brillanter.

Die eigentliche Revolution der Leica Ferngläser stellte aber die Verbindung von Optik und Elektronik dar. Ein Fernglas, das noch mehr kann, als „nur“ perfekt beobachten, wäre ein Traum für den Jäger Ernst Leitz II gewesen. Mit dem Beginn der Entwicklungsarbeit für die Geovid-Reihe rückte dieser Traum in greifbare Nähe. Aber weltweit gab es nichts Vergleichbares, und so mussten die Leica Ingenieure mutig absolutes Neuland betreten. Ziel war ein Fernglas, das durch Knopfdruck in der Lage sein sollte, die Entfernung zum Ziel zu ermitteln.

Ernst Leitz‘ Traum von der genauen Entfernungsmessung wurde Generationen später tatsächlich durch das Geovid Fernglas real. Dies liegt jetzt rund 30 Jahre zurück. Dem noch groß dimensionierten Geovid Fernglas BD folgten die Monokulare der LRF-Reihe. Die weiterentwickelten Geovid BRF Modelle und die HD-Ausführungen sowie die CRF Monokulare stellen perfektionierte Konstruktionen für die Jagdpraxis dar, unter widrigen Lichtbedingungen genauso wie für die Pirsch sowie die Berg- und Auslandsjagd.

Mit den Geovid.COM Modellen wurde die Ära der digital vernetzten Ferngläser bei Leica eingeläutet. Jetzt kommunizieren die Ferngläser mit Computern und können so für noch speziellere Aufgaben konfiguriert werden. Das Thema Ballistik und Schusskorrektur rückt in den Vordergrund. Heute bietet die Leica Sportoptik die komplette Produktpalette von kompakten monokularen Entfernungsmessern und Ferngläsern verschiedener Objektivdurchmesser für multifunktionale Anwendung.

Mit dem Geovid Pro 32 wird ein neuer Meilenstein gesetzt, der alle Innovationen und Erfahrungen aus über 100 Jahren Fernglasentwicklung und rund 30 Jahren Laserentfernungsmessung vereint: die handlich-kompakte Kombination von präziser Mechanik, Hochleistungsoptik, Optoelektronik und digitaler Technologie.

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